Review

Dizzle

Bei Dizzle handelt es sich um ein neues „Roll-and-Write-Spiel“, d.h. man würfelt und kreuzt dann etwas an. So wiet, so unspektakulär. Wir wollten trotzdem wissen, ob und welche neuen Mechanismen das Spiel von Ralf zur Linde bietet und haben es für euch getestet.

Dizzle
Hersteller

Spielablauf

Dizzle kommt mit unterschiedlichen Levels daher, so kann man die Schwierigkeit an die Spielgruppe anpassen. Diese Levels machen hier sogar Erweiterungen denkbar. Außerdem sind bis zu 13 Würfel im Einsatz, das kennt man so auch noch nicht. Die Anzahl der Würfel ist abhängig von der Anzahl der Mitspieler. Je mehr Spieler, desto mehr Würfel werden benötigt.

Ziel des Spiels ist es Würfel auf Feldern mit der gleichen Augenzahl abzudecken, dadurch Kreuze zu sammeln und so immer mehr Felder auf dem Blatt mit einem Kreuz zu versehen. Die Kreuze können auf Feldern mit bestimmten Symbolen platziert werden und Aktionen auslösen oder bei der Auswertung Sonderpunkte geben.

Nachdem der Startspieler gewürfelt hat, nimmt sich jeder Spieler im Uhrzeigersinn einen Würfel und setzt ihn auf ein Feld auf seinem Blatt. Beim Platzieren sind ein paar Regeln zu beachten. Zum einen muss das Feld noch frei sein, zum anderen muss es der Augenzahl des Würfels entsprechen. Der erste Würfel muss an ein Kreuz anschließen. Man muss – sofern man kann – weitere Würfel nehmen, diese dann aber waagrecht oder senkrecht an bereits liegende Würfel anbauen.

Ist man eingekesselt und kann nicht weiter an einen Würfel ansetzen, darf man springen. D.h. man darf auf ein beliebiges anderes Feld setzen, das an ein Kreuz anschließt. Die weiteren Regeln gelten weiterhin und müssen entsprechend beachtet werden.

Wenn kein Würfel passt, darf man bei Dizzle wählen, ob man noch einmal würfelt oder passt. Entscheidet man sich für ein erneutes Würfeln, nimmt man die noch verbleibenden Würfel und versucht sein Glück. Sollte wieder nichts passendes dabei sein, muss man einen seiner bereits gelegten Würfel wieder abgeben. Wer passt, kann in der Runde nicht mehr mitspielen. Das kann ein Problem sein, weil anderen u.U. mehrere Würfel nutzen und somit mehrere Kreuze machen können.

Ist die Runde beendet, wird mit dem Stift ein Kreuz auf jedes Feld mit einem Würfel gemalt.

Soweit ist alles noch einfach und logisch. Interessant wird das Ganze nun durch die Sonderfelder. So werden beim Setzen der Würfel, beim Ankreuzen oder am Spielende relevant und haben großen Einfluss auf das Spiel. Je nach Level befinden sich andere Sonderfelder auf dem Blatt.

Um ein Feld mit einem Schloss zu öffnen, braucht man vorher das Feld mit dem passenden Schlüssel. Dieses Sonderfeld ist vor allem deshalb so gelungen, weil man bestimmte Bereiche erst besuchen muss, um andere zu erreichen. Diese Felder können im wahrsten Sinne des Wortes ein Schlüssel zum Erfolg sein, wenn man in Bereichen ankreuzen kann die andere noch nicht erreichen können.

Das Feld mit der Bombe ist ebenfalls durchdacht und kann genutzt werden, um seine Mitspieler zu beinflussen. Wer am Ende eines Durchgangs eine Bombe ankreuzt löst sie aus. Allerdings nicht bei sich selbst, sondern bei den Mitspielern. Die müssen das Feld bei ihrem Blatt durchkritzeln und damit wird es nicht gewertet. Alle diese Felder geben am Spielende Minuspunkte.

Raketen funktionieren ähnlich wie Schlüssel. Sie zünden allerdings erst beim Setzen der Kreuze und man darf sofort ein Kreuz auf einem Planet machen.

Besonders stark sind bei Dizzle die Fahnen in Level 3 und 4. Wer sie erreicht, darf die jeweils höchste noch offene Zahl einkreisen, alle anderen müssen sie durchstreichen und können diese Siegpunkte nicht mehr erreichen.

Zu guter letzt gibt es Felder die erst beim Spielende Wirkung haben. Edelsteine geben so viele Punkte wie man Steine angekreuzt hat. Daneben gibt es Spalten neben denen sich ein schwarzer Pfeil befindet. Ist eine solche Reihe komplett angekreuzt, erhält man die entsprechenden Punkte. Jedes Feld mit einem Häufchen gibt am Spielende Minuspunkte.

Felder mit Puzzleteilen zählen nur dann, wenn man alle Teile angekreuzt und somit verbunden hat. Eine weitere Möglichkeit an Siegpunkte zu kommen ist alle Kästchen innerhalb der schwarzen Markierung angekreuzt zu haben.

Gewonnen hat wie üblich der Spieler mit (der besten Taktik) und den meisten Punkten.

Dizzle
Kleines und feines Würfelspiel bei dem Glück und Taktik sich die Waage halten. Durch verschiedene Level und Sonderaktionen kommt zusätzliche Abwechslung ins Spiel.

Fazit

  • Tolle Mischung aus Glück und Taktik
  • Abwechslung aufgrund verschiedener Level
  • Neuartige Spielelemente
  • Nichts für Grübler
SUPERTEST Logo Sehr gut März 2019 Dizzle Bewertung: 8/10 Punkten

Wir sind überrascht, aber Dizzle bietet wirklich neue frische Elemente und Mechanismen, die das Spiel und den Spaß nach vorne bringen. Es ist die richtige Mischung aus Glück, Taktik und Anforderungen die sowohl die einzelnen Spieler herausfordern, als auch der Level der variabel ist und noch weitere Abwechslung ins Spiel bringt.

In unserer Runde konnte Dizzle in allen Punkten überzeugen. Die Regeln sind einfach und verständlich, man hat nicht unbedingt große Vorteile als Vielspieler und trotzdem war es am Ende immer knapper als gedacht.

Spielinhalt

  • 1 Block mit 4 unterschiedlichen Leveln
  • 13 Würfel
  • 4 Stifte

Datenblatt

Wertung: 8/10 Punkte
Veröffentlichung: 02/2019
Spieler: 1–4
Empfl. Alter: ab 8 Jahre
Dauer: 30 Minuten
Gewicht: 325 g
EAN: 4001504493523
Neupreis (UVP) 11,99 €
Alternativen zu Dizzle
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