Doppelt so clever
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Doppelt so clever

Veröffentlicht am 14. März 2019

Bei Doppelt so clever handelt es sich um den Nachfolger zu Ganz schön clever (war 2018 auf der Nominierungsliste zum „Kennerspiel des Jahres“) von Wolfgang Warsch. Jeder Spieler bekommt ein Blatt und muss dort die Zahlen möglichst sinnvoll anordnen, um auch von den Würfen der Mitspieler zu profitieren. Das Prinzip des Würfelspiels ist ähnlich, ob der Spielspaß doppelt so hoch ist wie beim Vorgänger, klären wir in unserem Test.

  1. Spielablauf
  2. Fazit
  3. Inhalt
  4. Datenblatt

Spielablauf

Das Spiel geht über eine bestimmte Anzahl von Runden, die abhängig ist von der Anzahl der Mitspieler. In den ersten drei Runde erhalten die Spieler eine bestimmte Aktion und in der vierten Runde einen Bonus.

Der aktive Spieler würfelt mit den sechs unterschiedlich farbigen Würfeln. Der weiße Würfel ist als Joker einsetzbar und kann jede beliebige Farbe haben. Dann wählt er einen Würfel aus, legt ihn auf sein Blatt an die Position eines Würfelfelds und alle anderen mit einer niedrigerern Augenzahl kommen auf das Silbertablett auf der Schachtel. Wählt man den niedrigsten Würfel, kommt kein Würfel auf das Tablett. Die Würfel, die übrig geblieben sind, werden ein weiteres Mal verwenedt und geworfen. Das Vorgehen ist genau wie beim ersten Wurf und dann folgt das Ganze noch ein drittes Mal.

Die zur Seite gelegten Würfel auf dem Silbertablett dürfen nun die Mitspieler verwenden. Jeder sucht sich einen aus, so können auch mehrere Spieler die gleiche Farbe wählen.

Das Spielblatt ist in fünf unterschiedlich farbige Bereiche unterteilt. Jeder Bereich funktioniert etwas anders. Es dauert zwar bis man mit den Mechanismen vertraut ist, danach ist aber schnell klar was wie funktioniert.

Die Würfel an sich haben bei Doppelt so clever eine Bedeutung und Funktion. D.h. man kreuzt nicht nur Zahlen in bestimmten Bereichen an, sondern kann je nach Farbauswahl auch noch andere Dinge tun. Wählt man den silbernen Würfel und legt in genau diesem Zug Würfel auf das Tablett, darf man diese im grauen Bereich ankreuzen. Kann man mit einem Würfel nichts ankreuzen, darf man ihn nicht auswählen. Passive Spieler dürfen auch den silbernen Würfel auswählen und eine beliebige Farbe ankreuzen.

Im gelbenBereich braucht man den gelben Würfel. Wer diese Farbe wählt, darf die gewählte Zahl einkreisen. Ist das bereits der Fall, darf man ein Kreuz machen. Die Kreuze sind für die Wertung am Ende wichtig. Je mehr Kreuze man hat, desto mehr Punkte gibt es.

Auch interessant ist der blaue Würfel, denn er wird immer mit dem weißen Würfel zusammengezählt. Wo der liegt ist egal. Das erste Feld darf beliebig hoch sein, alle anderen Felder müssen gleich hoch oder niedriger sein. Hier sollte man also mit einer möglichst hohen Zahl beginnen. Felder darf man nicht überspringen und auch hier gilt es möglichst viele Felder zu füllen, um am Ende mehr Punkte in die Endwertung mitzunehmen.

Mit dem grünen Würfel wird es dann tricky. Auf den Feldern befindet sich ein Faktor mit dem man die gewürfelte Zahl multiplizieren muss. Die Siegpunkte sind offen und ergeben sich aus der Subtraktion von jeweils zwei benachbarten Feldern. Trägt man ins erste Feld eine 12 und ist zweite Feld eine 6 ein, bekommt man 6 Siegpunkte.

Zuguterletzt gibt es noch die rosafarbene Reihe. Auch hier sind Zahlen in den Feldern vorgedruckt. Um den Bonus zu erhalten muss man eine beliebige Zahl eintragen die größer oder gleich der aufgedruckten Zahl ist. Die Siegpunkte ergeben sich aus der Addition der eingetragenen Zahlen.

Bei Doppelt so clever gibt es auch Boni. Sobald man einen Bonus "aktiviert" muss man ihn nutzen. In dem Fall muss eine Zahl eingetragen oder ein Kreuz gemacht werden. Der schwarze Bonus funktioniert als Joker und die Farbe ist frei wählbar. Befindet sich der Bonus am Ende einer Reihe, darf man ihn erst nutzen sobald die Reihe beendet ist.

Im Spiel gibt es Aktionen, die man jedoch erst aktivieren muss. Das passiert, indem man aufein entsprechendes Feld kommt. Sie ermöglichen es abgelegte Würfel zurückzuholen, einen gesametn Wurf zu wiederholen oder einen zusätzlichen Würfel zu wählen.

Sobald der letzte Spieler seine letzte Runde zu Ende gespielt hat, ist das Spiel vorbei und es findet die Wertung statt. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Punkten. Erwähnenswert sind noch die Füchse. Hat man einen Fuchs erspielt, bekommt man noch einmal die Punkte des Farbbereichs mit den niedrigsten Gesamtpunkten.

Fazit

Das Spiel ist gut und das Spiel ist clever. Es kam in unserer Runde sehr gut an, denn es bietet die genau richtige Mischung aus Taktik und Glück. Man kann durch Wahl der passenden Würfel die Mitspieler etwas ärgern und sich durch geschickten Einsatz von Aktionen einen Vorteil verschaffen. Uns hat „Doppelt so clever“ überzeugt, auch wenn es Spielen wie „Noch mal!“ oder „Qwixx“ ähnelt hat es genug eigene Elemente und Mechanismen, die sehr gut ankommen und richtig für Spaß sorgen.

Nach zwei bis drei Runden hat man die Möglichkeiten überblickt und sich eine Taktik zurecht gelegt. Hat man das Spiel und die Abläufe einmal verinnerlicht funktioniert es wunderbar. Bremsen können da nur Grübler, die zu lange über ihren Zug nachdenken und die Wartezeit bei den Mitspielern auf eine Geduldsprobe stellen können. Es ist auch eine Solo-Variante enthalten, die bei uns aber nicht zum Einsatz kam.

Empfehlung
Doppelt so clever

Doppelt so clever

Sehr gelungenes Spiel mit interessanten Möglichkeiten an Punkte zu kommen. Es ist die richtige Mischung aus Glück und Taktik.

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* Preis bei Veröffentlichung 9,99 €

Spielinhalt

  • 1 Block
  • 6 Würfel
  • 4 Stifte

Datenblatt

Wertung 8/10 Punkte
Veröffentlichung 02/2019
Verlag Schmidt Spiele
Autor Wolfgang Warsch
Spieler: 1–4
Empfl. Alter: ab 10 Jahre
Dauer: 30 Minuten
EAN: 4001504493578
Neupreis (UVP) 11,99 €
Spielanleitung: Kostenlos herunterladen (PDF)

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