Tippi Toppi
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Tippi Toppi

Veröffentlicht am 2. Juli 2019
Silke Essert

Wieder ein Kartenspiel bei dem man seine Handkarten ablegen muss? Was kann das schon Neues bieten? Dachten wir auch, aber wurden überrascht, dass das Spiel so gut funktioniert und mit Aufgaben sogar ein neues Element einbaut.

Spielablauf

Wer Spiele wie „Hanabi“ oder „The Game“ kennt, ist mit einigen der grundsätzlichen Mechanismen von „Tippi Toppi“ schon vertraut. Es handelt sich dabei nämlich um ein kooperatives Kartenspiel, bei dem die Spieler nicht verraten dürfen welche Karten sie noch auf der Hand haben. Gemeinsam müssen Aufgaben abgearbeitet werden, um zu gewinnen.

Jeder Spieler bekommt am Anfang vier Karten, nachdem der Stapel gemischt wurde. Weitere vier Karten werden als offene Reihe in die Mitte des Tisches gelegt. Sie sind die Basiskarten, auf denen das ganze Spiel aufbaut.

Die Aufgabenkarten werden ebenfalls gemischt. Abhängig von der Anzahl der Mitspieler und dem gewünschten Schwierigkeitsgrad nimmt man die entsprechende Zahl Aufgaben, die es nun zu erfüllen gilt. Bei 2-3 Spielern verwenden Anfänger 14 Aufgaben, Experten 20 Stück. Das Ganze geht bis zur Stufe Champion und wem das alles immer noch nicht genug ist, der kann natürlich auch noch mehr Aufgaben verwenden. Nun werden vier Aufgaben von dem Stapel umgedreht und offen ausgelegt.

Beim Ablegen verhält es sich bei „Tippi Toppi“ wie den meisten dieser Art von Kartenspielen. Man wählt eine seiner Handkarten und legt sie auf eine der vier Karten in der Tischmitte. Dabei muss man entweder eine Karte mit derselben Farbe oder derselben Zahl spielen. Auch beides darf gleichzeitig erfüllt sein. Hat man eine Karte ausgespielt, zieht man eine Karte vom verdeckten Nachziehstapel nach.

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Tippi Toppi
Kooperatives Kartenspiel mit Aufträgen. Eine gelungene Mischung aus Hanabi und The Game, wirklich ein kurzweiliges nettes Spiel.

Wenn durch das Ablegen einer Karte eine Aufgabe erfüllt wird, kommt diese aus dem Spiel und eine neue Aufgabe wird nachgezogen. Es kann vorkommen, dass durch einen Zug auch mehrere Aufgaben erfüllt werden. Umso besser, dann kommen nämlich alle erledigten Aufgaben aus dem Spiel und werden durch entsprechend viele neue Karten ersetzt.

Wichtig ist, dass Aufgaben genau so erledigt werden wie sie im Wortlaut auf der Karte stehen. Steht z.B. auf der Aufgabenkarte „Drei rote Stapel“, dann müssen es genau drei rote Stapel sein und nicht vier. Ebenfalls wichtig ist, dass man immer spielen können muss. Kann ein Spieler keine Karte mehr legen haben alle automatisch verloren.

Genau wie bei „Hanabi“ sollten sich die Spieler unterstützen und Hinweise geben was sie als Nächstes tun werden. Es ist jedoch nicht erlaubt zu verraten welche Zahlenwerte oder welche Farben man auf der Hand hat.

„Tippi Toppi“ läuft nun so lange, bis entweder alle Aufgaben erledigt sind und man gewonnen hat. Oder aber man verliert, wenn entweder ein Spieler nicht mehr legen kann oder alle Spieler keine Handkarten mehr haben, jedoch noch Aufträge unerledigt ausliegen.

Fazit

Logo Gut
Juli 2019
Tippi Toppi Bewertung: 8/10 Punkten

Mit den Aufgabenkarten hebt sich „Tippi Toppi“ von anderen ähnlichen Kartenspielen ab und bringt einen sehr interessanten neuen Aspekt mit ins Spiel. Das macht dieses Spiel anders und zum Teil besser als Spiele wie „Hanabi“, da das Prinzip des Kooperativen noch erweitert wird. Man muss aber auch hier festhalten, dass es sehr stark auf die Gruppe ankommt und wie sie sich in der Interaktion anstellen und an die Regeln halten. Damit fällt und steigt die Spannung und der Reiz die Aufgaben zu erfüllen zum Teil stark. Von uns eine sehr klare Empfehlung für alle die gerne mal wieder ein nicht allzu langes Kartenspiel mit neuem Mechanismus spielen wollen.

Spielinhalt

  • 56 Zahlenkarten mit den Werten 1-7 in 4 Farben
  • 53 Auftragskarten
  • 1 Übersichtskarte
  • Spielanleitung

Datenblatt

Wertung: 8/10 Punkte
Veröffentlichung: 03/2019
Spieler: 1–4
Empfl. Alter: ab 8 Jahre
Dauer: 20 Minuten
Gewicht: 200 g
EAN: 4001504750510
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