Alte Frau in traditionellen Kleidern in Bolivien
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Ratgeber

Beste Reisezeit und Klima für Bolivien

Veröffentlicht am 1. September 2019

Bolivien hat es nicht leicht mit seinen Nachbarn Peru und Chile mitzuhalten. Wer in diesem abgelegenen Land reisen möchte, sollte Zeit und Geduld mitbringen. Was dem Land an Glanz und Entwicklung fehlt, macht es mit seiner prachtvollen Landschaft wett und erobert Zusehens die Herzen seiner Besucher.

Ein Besuch der große weißen Salzwüste Salar de Uyuni gehört zu den Highlights der meisten Bolivien-Touren. Die größte Salzpfanne der Erde befindet sich im Südwesten des Landes und ist bekannt für ihre Salinen und die surrealen Bilder. Es gibt Lagunen und Schlammgeysire, die von Flamingos aufgesucht werden. Der Madidi-Nationalpark zählt zu den Orten auf unserer Erde, die den größten Artenreichtum hat und ist ein lohnenswertes Ausflugsziel.

Bolivien hat eine weitgehend indigene Kultur, deren Lebensstil und Handwerk die spanische Konquistadoren überlebt haben. Egal ob der Hexenmarkt in der Hauptstadt La Paz oder Brotbrechen mit den Bewohnern der Gemeinen am Titicacasees – Bolivien ist ein wunderschönes Land mit steigenden Zahlen von Touristen.

Beste Reisezeit

In Bolivien variiert das Klima grundsätzlich mehr je nach Höhe und Topographie als es sich durch die verschiedenen Jahreszeiten ändert. Dennoch gibt es klare saisonale Unterschiede. Der Winter liegt zwischen Mai und Oktober und bildet die Trockenzeit im Land. Die Trockenzeit ist in vielerlei Hinsicht die beste Reisezeit für Bolivien, obwohl es auch die Hochsaison für den Tourismus ist und die Preise dadurch höher und Sehenswürdigkeiten belebter sind. Auf den Hochebenen ist es in der Nacht deutlich kälter, vor allem im Juni und Juli. Die Tage sind etwas kürzer, aber meist sonnig und der Himmel kristallklar, so dass dies die optimale Zeit des Jahres zum Wandern und Klettern ist. Der Winter ist auch die beste Zeit für einen Besuch der heißen und feuchten Tiefebenen. Die Temperaturen sind in der Regel etwas niedriger, wenngleich die Trockenzeit weitaus weniger ausgeprägt ist und es das ganze Jahr über zu Niederschlägen kommen kann. Ein paar Mal im Jahr, in der Regel zwischen Juli und August, fegen kalte Winde aus Patagonien über das Land. Gegen Ende der Trockenzeit im späten August und September legen einige Bauern Waldgebieten in Brand, was den Blick trüben und Atembeschwerden verursachen kann.

Salar de Uyuni in Bolivien bei Nacht berzina
Die Salzwüste Salar de Uyuni gehört zu den Highlights bei einem Bolivien-Urlaub. Egal, ob bei Tag oder Nacht, die größte Salzpfanne der Welt ist immer beeindruckend.

Der Sommer in Bolivien ist Regenzeit und dauert etwa von November bis März. In den tiefer gelegenen Teilen des Landes fällt die Regenzeit deutlich stärker aus, im Amazonasgebiet wird das vorankommen im Straßenverkehr dann beinahe unmöglich, da riesige Flächen überschwemmt werden und sich alles in Schlamm verwandelt. Flüsse werden in dieser Zeit zunehmend zu einer guten Art sich fortzubewegen.

In den Hochebenen, insbesondere Altiplano, regnet es viel weniger und erschwert die Reise nicht so stark, trotzdem kann es immer noch Verzögerungen und Straßensperren geben. Wanderwege sind meist matschig und aufziehende Wolken erschweren die Aussicht, insbesondere in den hohen Bergen. Trotzdem ist die Regenzeit auch eine sehr schöne Zeit in den Anden, da die ausgedörrte Altiplano-Hochebene und Berghänge sich für kurze Zeit in üppiges Grünland verwandeln und wilde Blumen vermehren.

Optimale Reisezeit nach Monaten

November – März

Mit Beginn der Regenzeit werden die Temperaturen im Hochland etwas milder und im Tiefland feuchter. Während der heftigsten Regenfälle kann es vorkommen, dass Straßen unpassierbar sind oder die Weiterfahrt extrem erschwert ist. Für Abenteuerlustige, die gelegentliche Verzögerungen nicht stören, ist diese Zeit immer noch eine gute Sache. Im Altiplano-Hochland und dem Salar de Uyuni können Sie nun spektakuläre Fotos von Reflexionen auf den Salzwiesen machen, wenngleich Überlandfahrten deutlich länger dauern als sonst.

April – Oktober

Die bolivianische Trockenzeit ist trotz des kalten Wetters die beliebteste Reisezeit. Das Reisen auf der Straße ist deutlich einfacher und entspannter. Bei herrlichem Sonnenschein können Sie die Salinen und den Titicacasee mit strahlend blauem Himmel fotografieren. Von Juni bis September ist die Hauptreisezeit. Sie sollten Ihre Reise deshalb frühzeitig planen, um die besten Unterkünfte zu bekommen. Die Temperaturen in Bolivien werden sowohl von der Höhe als auch von der Jahreszeit bestimmt. Hochlandgebiete wie La Paz, der Titicacasee, Potosi und Uyuni sind das ganze Jahr über kühl und nachts extrem kalt. Trotzdem gibt es in der Trockenzeit auch in diesen Hochalgen viel Sonnenschein, weshalb Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor unerlässlich ist.

Beliebteste Sehenswürdigkeiten

Klima in Sucre

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Tagestemperatur in °C 20 20 19 20 20 20 20 21 21 21 21 21
Nachttemperatur in °C 10 10 9 8 6 5 4 5 7 8 9 10
Sonnenstunden pro Tag 6 5 5 6 7 8 8 7 6 6 6 6
Regentage pro Monat 6 6 5 1 0 0 0 0 1 2 3 3

Die Höchsttemperatur in Bolivien beträgt 21 °C. Im März steigt das Thermometer auf maximal 19 °C. Der Sommer (Juni bis September) ist mit durchschnittlichen 21 °C angenehm warm. In den Wintermonaten wird es mit rund 20 °C angenehm warm. Tagsüber liegt die Temperatur in Bolivien im Jahresmittel bei angenehmen 20,3 °C.

Nachts wird es mit 4 °C am kältesten im Juli. Unter 10 °C fällt das Thermometer im Januar, Februar und Dezember selten. Während die Nächte im Sommer bei Mittelwerten von milden 5 °C liegen, sinkt das Thermometer zwischen November und März nachts auf kühle 10 °C. Die Temperatur beträgt Nachts über das gesamte Jahr gesehen durchschnittlich 7,6 °C.

Mit 6 Regentagen sind der Januar und Februar die regenreichsten Monate im Jahr. Von Juni bis September ist Bolivien mit durchschnittlich nur jeweils rund 0 Regentagen extrem trocken, der Winter (November bis März) fällt mit nur 5 Regentagen sehr trocken aus. Pro Monat fällt im Jahresdurchschnitt nur an 2,3 Tagen Regen.

Sprache

Spanisch ist die Amtssprache, Englisch wird nur selten gesprochen. Viele indigene Gemeinschaften im Hochland sprechen noch immer (teilweise ausschließlich) die alten Sprachen Quechua und Aymara als Muttersprache. Bei allem, was mit Tourismus zu tun hat, kommt man mit Englisch sehr gut ans Ziel.

Essen und Trinken

Vegetarische Quinoa-Suppe mit Mais, Bohnen und Avocado Anna Pustynnikova

Getreide und Kartoffeln sind die Grundnahrungsmittel der Hochländer und werden oft mit Chili-ähnlichen Saucen gekocht. Es gibt viele nahrhafte Sorten von Suppen. Auch kleine, mit Fleisch gefüllte, Gebäckstücke sind sehr beliebt. Im Flachland basiert das Essen mehr auf Reis, Yucca und Bananen. Die lokalen Biere sind billig und lecker. Chicha ist ein traditionelles alkoholisches Getränk, der aus fermentiertem Mais hergestellt wird.

Geld

Die bolivianische Währung ist der Boliviano (aufgeteilt in 100 Centavos) und er ist relativ stabil. Außerhalb des Landes ist ein Wechsel praktisch unmöglich. Wechselgeld ist in der Regel Mangelware. Das Umtauschen von Euro, US-Dollar oder Reiseschecks ist in Banken und Wechselstuben relativ einfach, Geldautomaten sind in den großen Städten und Gemeinden überall zu finden. Visa und Mastercard werden fast überall akzeptiert.

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