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Spektakuläre Canyons, goldene Dünenmeere und versteckte Wüsten-Oasen

Beste Reisezeit und Klima für Mauretanien

Mauretanien ist ein einzigartiges und unberührtes Reiseziel in Westafrika, das Abenteuer und Erholung bietet. Besucher können die weiten Wüstenlandschaften erkunden, historische Stätten wie die antike Oase von Chinguetti besuchen und die Gastfreundschaft der nomadischen Bevölkerung genießen.

23.05.2026 07:01 Uhr 8 Min.
Beduine mit Kamel in der Wüste von Mauretanien

Planst du ein echtes Wüstenabenteuer im unentdeckten Nordwesten Afrikas? Mauretanien fasziniert mit einer rauen, mystischen Schönheit, die ihresgleichen sucht: Die endlosen Dünenmeere der Sahara, die historischen UNESCO-Altstädte der Karawanenorte Chinguetti und Ouadane, der spektakuläre Banc-d'Arguin-Nationalpark an der Atlantikküste sowie der legendäre Erzzug – der längste Zug der Welt. Weil das Land fast vollständig von der Wüste geprägt ist, variiert das Wetter vor allem zwischen der heißen Sahara im Landesinneren und dem vom Meer gekühlten Küstenstreifen. In diesem Ratgeber erfährst du alles über die beste Reisezeit für Mauretanien, das Klima der verschiedenen Regionen und wann du die Sahara am besten bereist.

Auf einen Blick: Die universell beste Reisezeit für Mauretanien liegt in den Monaten November bis Februar. In dieser winterlichen Trockenzeit herrschen in der Wüste angenehme Tagestemperaturen, die Nächte sind erfrischend kühl und man umgeht die extreme, lebensgefährliche Sommerhitze des Landesinneren.

Klima in Nouakchott

Mauretanien lässt sich klimatisch grob in zwei große Zonen einteilen:

  • Das Landesinnere & die Sahara (Chinguetti, Atar, Zouérat): Hier herrscht ein extremes, absolut trockenes Wüstenklima. Die Sommermonate von Mai bis September sind gnadenlos heiß mit Temperaturen von oft weit über 45 °C im Schatten. Im Winter (November bis Februar) sinken die Werte tagsüber auf erträgliche 25 bis 30 °C, während die Temperaturen in den Wüstennächten rasant fallen und im Januar sogar gegen 5 °C gehen können.
  • Der Küstenstreifen (Nouakchott, Nouadhibou): Durch den kühlen Kanarenstrom des Atlantiks ist das Klima an der Küste das ganze Jahr über deutlich milder. Selbst im Hochsommer klettert das Thermometer hier selten über 35 °C. Dafür ist es an der Küste im Spätsommer (Juli bis September) oft spürbar schwüler, da hier die Ausläufer des westafrikanischen Monsuns für seltene, aber heftige Regenschauer sorgen können.

Wenn du im Winter in die Wüste reist, sorgt die trockene Luft für eine extrem weite Fernsicht. Allerdings weht in dieser Zeit auch der Harmattan-Wind, der plötzlich aufkommende Sandstürme verursachen kann.

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Tagestemperatur 29 30 33 33 34 33 32 32 34 35 33 29
Nachttemperatur 13 14 17 18 20 22 23 24 24 22 18 14
Sonnenstunden/Tag 8 9 10 11 10 10 9 9 8 8 9 8
Wassertemperatur 19 19 19 19 20 22 25 26 27 25 24 21
Regentage 0 0 0 0 0 0 1 3 2 0 0 0

Beste Reisezeit

Wüsten-Expeditionen & Trekking (Chinguetti & das Adrar-Plateau)

Die Erkundung der jahrhundertealten Bibliotheken in den Oasenstädten und Kameltrekkings durch die Dünen erfordern milde Temperaturen, da man sich stundenlang im Freien aufhält.

Beste Reisezeit: November bis Februar. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 24 bis 28 °C tagsüber ist das Wandern im weichen Sand des Adrar-Gebirges optimal. Die klare Wüstenluft bietet nachts zudem einen atemberaubenden, unvergesslichen Sternenhimmel.

Insider-Warnung vor dem Mai und Juni: Dies ist die Phase der extremen Hitzeentwicklung vor dem Sommer. Die Temperaturen in der Wüste steigen auf unerträgliche 45 bis 50 °C. Zudem ist das Risiko für den Iri (heißer Sandwind) jetzt am höchsten, was jegliche Outdoor-Aktivität unmöglich und gefährlich macht.

Vogelbeobachtung & Küstentouren (Banc-d'Arguin-Nationalpark)

Das UNESCO-Weltnaturerbe an der Küste ist einer der weltweit wichtigsten Überwinterungsplätze für Millionen von europäischen Zugvögeln wie Pelikanen und Flamingos.

Beste Reisezeit: Dezember bis Februar. In diesen Wintermonaten ist die Dichte an Zugvögeln am spektakulärsten. Das Wetter an der Küste ist angenehm frisch, der Wind ideal für Bootstouren mit den traditionellen Segelbooten der lokalen Imraguen-Fischer, und man entgeht den feuchten, schwülen Sommermonaten.

Sehenswürdigkeiten passend zur Reisezeit entdecken

Die heilige Stadt Chinguetti

Die siebtheiligste Stadt des Islams liegt mitten in den roten Dünen und beherbergt in ihren alten Steinmetzhäusern jahrhundertealte, kostbare islamische Manuskripte.

Beste Reisezeit: Dezember und Januar. In diesen tiefen Wintermonaten steht die Sonne tiefer, was den Sand der Dünen am späten Nachmittag in ein magisches, tiefrotes Fotolicht taucht. Die Temperaturen sind perfekt für lange Spaziergänge durch die historische Geisterstadt, und die Nächte sind kühl genug, um sich vom heißen Wüstentag im Zelt zu erholen.

Die Fahrt mit dem Eisenerzzug (Zouérat nach Nouadhibou)

Ein absolutes Bucket-List-Abenteuer für Extremreisende: Die Mitfahrt auf den offenen Waggons des über zwei Kilometer langen Erzzugs quer durch die Sahara.

Beste Reisezeit: November oder Februar. Da man bei diesem Abenteuer ungeschützt auf den Erzhaufen im offenen Waggon sitzt, ist das Wetter absolut lebensentscheidend. Im November und Februar sind die Wüstennächte zwar kalt (warme Ski-Kleidung und Schlafsack sind Pflicht!), aber man erfriert nicht, während der Fahrtwind tagsüber bei ca. 26 °C erfrischend ist. Die extrem frostigen Januarnächte sowie die glühenden Sommermonate sollten für diese Fahrt strikt gemieden werden.

Fazit: Wann solltest du nach Mauretanien reisen?

Mauretanien verzeiht aufgrund seines extremen Wüstencharakters keine Fehler bei der Reiseplanung. Die unangefochten beste Reisezeit ist von November bis Februar. Wer die Wüste intensiv erleben, im Adrar-Gebirge wandern oder den Eisenerzzug bezwingen möchte, findet nur in diesem Winterfenster sichere und erträgliche Bedingungen. Die Küste rund um Nouakchott lässt sich zwar auch im März und Oktober noch gut bereisen, das Landesinnere sollte in den europäischen Frühlings- und Sommermonaten wegen der mörderischen Hitze jedoch absolut gemieden werden.

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