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Ökologischer Vorreiter und maritime Perfektion

Beste Reisezeit und Klima für Palau

Palau ist ein Paradies für Taucher und Schnorchler mit einigen der schönsten und am besten erhaltenen Korallenriffe der Welt. Das Jellyfish Lake ist ein Highlight, wo man mit den harmlosen Quallen schwimmen kann. Die Insel hat viele wunderschöne Strände und Buchten, darunter auch den berühmten Rock Islands, eine Gruppe von über 200 Inseln mit kalksteinernen Felsen, die aus dem kristallklaren Wasser ragen.

03.06.2026 17:00 Uhr 8 Min.
Luftaufnahme von Palau

Planst du die Reise deines Lebens in eines der spektakulärsten und am strengsten geschützten Inselparadiese der Erde? Palau fasziniert mit einer ungezähmten Natur, die als absoluter Goldstandard für Taucher und Naturliebhaber weltweit gilt: Die weltberühmten, pilzförmig aus dem Pazifik ragenden, tiefgrünen Rock Islands (UNESCO-Welterbe), der mystische Jellyfish Lake, in dem Millionen ungiftiger Quallen leben, die geschichtsträchtige Insel Peleliu mit ihren Relikten aus dem Zweiten Weltkrieg sowie die legendären Tauchspots wie der Blue Corner oder der German Channel. Weil der Inselstaat in Mikronesien knapp nördlich des Äquators im offenen Westpazifik liegt, wird das Wetter von einem immerfeuchten, tropischen Klima geprägt. In diesem Ratgeber erfährst du alles über die beste Reisezeit für Palau, das Klima und wann dein persönliches Südsee-Abenteuer am besten startet.

Auf einen Blick: Die universell beste Reisezeit für Palau liegt in den Monaten Februar bis April. In diesem kurzen, stabileren Fenster der Trockenzeit erlebst du die geringsten Niederschläge des Jahres, viel Sonnenschein und die absolut besten Sichtweiten unter Wasser für unvergessliche Tauchgänge.

Klima

Palau kennt aufgrund seiner Äquatornähe keine klassischen Jahreszeiten wie Europa. Es herrscht ein tropisch-immerfeuchtes Regenwaldklima. Das bedeutet: Die Temperaturen sind das ganze Jahr über konstant hoch (tagsüber meist um die 31 °C), die Luftfeuchtigkeit liegt dauerhaft bei drückenden 80 bis 85 % und es regnet in jedem einzelnen Monat. Das Jahr teilt sich lediglich in eine etwas trockenere und eine sehr regenintensive Phase:

  • Die stabilere Phase (Februar bis April): Der Nordost-Passat windet beständig über die Inseln. Die Niederschläge gehen merklich zurück, es gibt lange sonnige Phasen und der Wind sorgt für eine angenehme Abkühlung auf den Booten. Dies ist die statistisch trockenste Zeit des Jahres.
  • Die feuchte Übergangszeit (Mai bis November): Der Wind dreht auf Südwest und bringt feuchte Luftmassen. Die Niederschläge nehmen massiv zu und entladen sich oft in heftigen, wolkenbruchartigen Tropenschauern, meist am Nachmittag oder in der Nacht. Der Juli ist statistisch der nasseste Monat des Jahres.
  • Die Taifun-Gefahr (September bis Dezember): Palau liegt glücklicherweise südlich des Haupt-Taifungürtels im Pazifik. Dennoch können Ausläufer von tropischen Wirbelstürmen im Spätherbst für tagelangen Dauerregen, raue See und stürmische Winde sorgen.

Klima in Melekeok

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Tagestemperatur 29 29 30 31 30 30 29 29 30 30 30 29
Nachttemperatur 24 24 24 25 25 25 24 24 24 24 24 24
Sonnenstunden/Tag 6 7 8 9 7 6 7 7 7 7 7 6
Wassertemperatur 27 27 28 28 29 29 28 28 28 28 28 28
Regentage 25 21 23 19 25 25 26 29 29 24 24 26

Beste Reisezeit

Weltklasse-Tauchen, Großfisch-Sichtungen & Schnorcheln

Palau gehört zu den Top-3-Tauchrevieren des Planeten. Strömungstauchen an Steilwänden mit hunderten Riffhaien, Mantas, riesigen Barrakuda-Schwärmen und intakten Korallengärten erfordert maximale Sichtweiten und ruhige See für die Bootsausfahrten.

Beste Reisezeit: Januar bis April. In diesen Monaten ist das Meer am ruhigsten und die Sichtweiten unter Wasser erreichen phänomenale 30 bis 40 Meter. Zudem ist die Strömung am Blue Corner in dieser Zeit besonders gut kalkulierbar, was das Tauchen spektakulär, aber sicher macht.

Insider-Warnung vor der Hauptregenzeit (Juni bis August): Bei heftigen Monsunschauern peitscht der Wind das Meer auf. Die Bootsfahrten zu den äußeren Riffen werden extrem holprig, und durch aufgewirbeltes Sediment sinkt die Sichtweite unter Wasser drastisch. Zudem können einige Tauchspots bei zu starkem Wellengang gar nicht angefahren werden.

Kajaktouren & Island-Hopping in den Rock Islands

Das lautlose Paddeln durch das Labyrinth der Rock Islands, das Entdecken versteckter Lagunen und das Schnorcheln in flachen Korallengärten erfordert viel Sonnenschein, um die intensiven Türkistöne des Wassers zu erleben.

Beste Reisezeit: Februar und März. Dies sind die sonnenreichsten Monate. Die Passatwinde sind moderat, sodass das Wasser in den geschützten Lagunen spiegelglatt ist – perfekt, um mit dem Kajak zwischen den bewachsenen Kalksteinfelsen durchzugleiten.

Sehenswürdigkeiten passend zur Reisezeit entdecken

Schnorcheln im Jellyfish Lake (Ongeim'l Tketau)

Der weltberühmte, isolierte Salzwassersee auf einer der Rock Islands beherbergt Millionen von goldenen Quallen. Da sie hier ohne natürliche Feinde leben, haben sie ihre Nesselzellen komplett zurückgebildet – ein Schnorcheln inmitten dieses pulsierenden, sanften Organismen-Meeres ist absolut magisch.

Beste Reisezeit: Februar bis April (Mittagszeit an sonnigen Tagen). Die Quallen folgen im Laufe des Tages strikt dem Sonnenlicht, da sie in Symbiose mit Algen leben, die Photosynthese betreiben. In den sonnenreichen Monaten des Frühjahrs stehen die Chancen perfekt, dass die Quallen in gigantischen Wolken direkt an der Oberfläche schwimmen. Tipp: Geh exakt zur Mittagszeit in den See, wenn die Sonne senkrecht steht!

Die historischen Relikte auf Peleliu

Die Insel Peleliu im Süden des Archipels war Schauplatz einer der erbittertsten Schlachten des Pazifikkrieges 1944. Heute kann man im dichten Dschungel abgestürzte Flugzeuge, Panzer, versteckte Höhlensysteme und Wracks besichtigen.

Beste Reisezeit: Februar und März. Da die Erkundung von Peleliu fast ausschließlich zu Fuß durch den Dschungel und in offenen Militärfahrzeugen stattfindet, ist das trockenere Fenster essenziell. Bei starkem Regen verwandeln sich die unbefestigten Dschungelpfade zu den historischen Höhlen in rutschige Schlammpisten, und die Luftfeuchtigkeit im dichten Unterholz wird extrem drückend.

Insider-Warnung zu Umweltschutz & "Palau Pledge"

Palau ist ein absoluter Vorreiter im globalen Naturschutz und schützt seine Ressourcen extrem streng. Als Reisender musst du dich auf ganz besondere Regeln einstellen.

  • Das Visum-Versprechen: Bei der Einreise wird dir das "Palau Pledge" in den Reisepass gestempelt – ein Versprechen an die Kinder Palaus, dass du dich ökologisch achtsam verhältst, das du vor den Augen des Grenzbeamten unterschreiben musst.
  • Striktes Sonnencreme-Verbot: Seit 2020 ist in Palau die Einfuhr und Verwendung von Sonnencremes, die riffschädliche Chemikalien (wie Oxybenzon) enthalten, strikt verboten. Zuwiderhandlungen werden mit drastischen Geldstrafen belegt.
  • Ausrüstungs-Tipp: Packe für deinen Palau-Urlaub unbedingt UV-Schutzkleidung (Rashguards/Lyras) mit langen Ärmeln ein. Das schützt dich beim Schnorcheln und auf den Booten perfekt vor der extremen Äquatorsonne, schont deinen Geldbeutel (rifffreundliche Sonnencreme vor Ort ist sehr teuer) und schützt dieses einzigartige Naturparadies.

Fazit: Wann solltest du nach Palau reisen?

Palau ist eine exklusive Traumdestination, die ganzjährig warmes Wasser bietet, aber bezüglich der Niederschläge strategisch geplant werden sollte. Die universell beste Reisezeit für ein perfektes Erlebnis aus maximaler Unterwassersicht, Sonnenschein und ruhiger See liegt zwischen Februar und April. Wer etwas flexibler ist, kann auch die Monate November bis Januar nutzen, muss dann aber mit gelegentlichen tropischen Schauern leben. Die monsunartigen Kern-Regenmonate von Juni bis August sollten von klassischen Tauchern und Schnorchlern wegen der eingeschränkten Sichtweiten und rauen Bootsfahrten konsequent gemieden werden.

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