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Maritimes Glück und jahrtausendealte Bräuche

Beste Reisezeit und Klima für die Salomonen

Die riesige, artenreiche Marovo-Lagune mit ihren unzähligen winzigen Inseln, die im dichten Dschungel versteckten Dörfer mit ihrer traditionellen Lebensweise und die weltberühmten Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg machen die Salomonen zu einem absoluten Mekka für Taucher und Weltenbummler. Um heftige Monsunstürme und unpassierbare Passagen zwischen den Inseln gekonnt zu umgehen, zeigt dir unser kompakter Wetter-Check sofort das sonnigste und ruhigste Zeitfenster für dein Pazifik-Abenteuer.

25.06.2026 11:41 Uhr 8 Min.
Korallenriff am Rand einer tropischen Insel auf den Salomonen

Die Salomonen, ein riesiger Archipel aus fast 1.000 Inseln östlich von Papua-Neuguinea, bieten eines der unberührtesten und wildesten Reiseabenteuer im Südpazifik. Das Land ist geografisch extrem divers: Es dominieren raue, von dichtem Regenwald bedeckte Vulkaninseln mit aktiven Kratern, die von tiefblauen Korallenlagunen und flachen Atollen umgeben sind. Das Klima ist voll-tropisch und wird kompromisslos vom pazifischen Monsunsystem diktiert. Da die Inseln sehr nah am Äquator liegen, sind die Temperaturen das ganze Jahr über drückend heiß. Die Reiseplanung in diesem vom Massentourismus völlig unberührten Paradies ist ein strategisches Timing-Spiel zwischen den stürmischen Monsunwinden, den optimalen Sichtweiten für Taucher und den rauen Bedingungen für Bootsüberfahrten im Hinterland.

Auf einen Blick: Die beste Reisezeit für eine Rundreise durch die Salomonen liegt in den Monaten Juni bis September. In diesem südpazifischen Winterhalbjahr sorgen die beständigen Südost-Passatwinde für die geringsten Niederschläge, die "kühlsten" Nächte und das stabilste Wetter für Flüge und Bootstransfers.

Klima

Auf den Salomonen herrscht ein konstant heißes und extrem feuchtes Tropenklima. Die Tagestemperaturen bewegen sich das ganze Jahr über wie festgenagelt zwischen 30 °C und 32 °C, während die Luftfeuchtigkeit selten unter 80 % sinkt. Das Jahr teilt sich in zwei markante Monsunphasen:

  • Die trockenere Passat-Saison / Südost-Monsun (Mai bis Oktober): Das stabilste Reisefenster. Der Wind (Lauru) weht konstant aus Südosten. Er bringt zwar immer noch regelmäßige, kurze Tropenschauer mit sich, bläst die drückende Schwüle aber spürbar weg und sorgt für klare Luft. Die Nächte fühlen sich mit rund 22 °C im Vergleich zum Sommer fast erfrischend an.
  • Die nasse Monsun- & Zyklonsaison / Nordwest-Monsun (November bis April): Der Wind (Koburu) dreht auf Nordwest. Er führt gigantische, feucht-heiße Luftmassen heran, die zu sintflutartigen, tagelangen Dauerregen und schweren tropischen Gewittern führen. In dieser Phase (besonders von Januar bis März) besteht im Süden des Archipels zudem ein erhöhtes Risiko für tropische Wirbelstürme (Zyklone).

Klima in Honiara

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Tagestemperatur 31 31 30 31 31 30 30 30 31 31 31 31
Nachttemperatur 23 23 23 23 23 23 22 22 22 23 23 23
Sonnenstunden/Tag 6 6 6 6 7 7 6 7 6 7 7 5
Wassertemperatur 30 30 30 30 30 29 29 29 29 29 30 30
Regentage 18 16 16 13 9 9 12 10 10 10 11 14

Beste Reisezeit

Weltklasse-Wrack- und Rifftauchen (Iron Bottom Sound & Munda)

Das Erkunden von Dutzenden perfekt erhaltenen Schiffswracks, Flugzeugen (B-17 Bomber, Wildcat-Jäger) und gigantischen Korallenwänden aus dem Zweiten Weltkrieg, die direkt in den geschützten Lagunen liegen.

Beste Reisezeit: August bis Oktober. Zum Ende der trockeneren Periode führen die Regenwaldflüsse kaum noch Sedimente ins Meer ab. Da die Passatwinde im Oktober oft abflauen und das Meer spiegelglatt wird, steigen die Unterwasser-Sichtweiten in der Western Province und vor Honiara auf phänomenale Spitzenwerte von über 40 Metern.

Kultur-Expeditionen & Insel-Hopping (Marovo-Lagune)

Das Befahren der weltweit größten Salzwasserlagune mit einem traditionellen Holzboot, das Übernachten in einfachen Öko-Lodges und das Kennenlernen der berühmten Holzschnitzer-Kultur auf den abgelegenen Motus.

Beste Reisezeit: Juni bis August. In diesen Monaten ist die See außerhalb der schützenden Riffe am ruhigsten, was die oft stundenlangen Transfers in offenen Motor-Einbäumen (Banana Boats) zwischen den Inseln sicher und erträglich macht. Zudem ist das Malariarisiko aufgrund der geringeren Stehendwasserflächen auf dem Tiefpunkt.

Sehenswürdigkeiten passend zur Reisezeit entdecken

Die historischen Schlachtfelder von Guadalcanal (Honiara)

Das geschichtsträchtige Epizentrum der Schlacht um Guadalcanal (1942). Ein riesiges Freilichtmuseum mit den Hügeln von Bloody Ridge, alten US- und japanischen Denkmälern, verrosteten Flugabwehrkanonen im Dschungel und dem Strand von Red Beach.

Beste Reisezeit & Timing: Juli (Früher Vormittag). Der Juli bietet die geringste Regenwahrscheinlichkeit und erträgliche Temperaturen für Wanderungen im offenen Gelände. Timing-Tipp: Besuche das Guadalcanal American Memorial auf dem Skyline Ridge exakt um 08:30 Uhr morgens. Du umgehst die extreme Mittagshitze, und das klare Morgenlicht bietet einen perfekten, schattenfreien Panoramablick über den geschichtsträchtigen Iron Bottom Sound, unter dessen Wasseroberfläche über 50 Kriegsschiffe liegen.

Die Marovo-Lagune (New Georgia Islands)

Ein UNESCO-Weltnaturerbe-Anwärter und ein landschaftliches Meisterwerk aus hunderten kleinen, dicht bewaldeten Vulkaninseln, die aus einem gigantischen, hellblauen Korallenmeer ragen.

Beste Reisezeit & Timing: September (Später Nachmittag exakt zum Sonnenuntergang). Der September garantiert stabiles Wetter und ruhiges Wasser. Timing-Tipp: Lass dich von einem lokalen Guide gegen 17:00 Uhr zu einer der winzigen, unbewohnten Sandbänke inmitten der Lagune bringen. Wenn die Sonne hinter den rauen Vulkanbergen von Vangunu versinkt und sich die orange-violetten Wolken spiegelglatt im kristallklaren Wasser der Lagune reflektieren,erlebst du die absolute, zeitlose Isolation des Pazifiks.

Die künstlichen Inseln der Langa Langa Lagune (Malaita)

Einzigartige, von den Ureinwohnern über Jahrhunderte von Hand aus puren Korallensteinen im seichten Wasser erbaute Inseln, um sich vor den Kopfjägern des Festlands zu schützen. Hier wird bis heute die traditionelle Muschelgeld-Währung (Shell Money) hergestellt.

Beste Reisezeit & Timing: Juni (Mittlere Vormittagsstunden). Der Juni bietet frischen Wind und angenehmes Reisewetter auf Malaita. Timing-Tipp: Besuche das Dorf auf einer der künstlichen Inseln gegen 10:00 Uhr morgens. Zu dieser Zeit demonstrieren die Frauen im hellen Sonnenlicht das traditionelle Schleifen, Bohren und Weben der roten Muschelscheiben – ein faszinierendes Handwerk, das im Schatten der Hütten visuell am besten zur Geltung kommt.

Insider-Warnungen: Die "Bananenboot-Falle" und der totale Flug-Kollaps

Die Salomonen sind touristisch absolut unberührt, was den Reiz ausmacht, jedoch eine extreme logistische Vorsicht erfordert:

  • Die lebensgefährliche "Bananenboot-Falle" bei Wetterwechseln: Die meisten Inseln und Lodges sind ausschließlich mit offenen, schmalen Fiberglas-Booten (Banana Boats) mit Außenborder erreichbar. Was bei ruhiger See im Juli ein Traum ist, kann bei plötzlichen Monsunstürmen im Januar zum Albtraum werden. Die Wellen auf den offenen Passagen zwischen den Inseln werden extrem hoch, und die Boote besitzen keinerlei Navigationsgeräte oder Schwimmwesten als Standard. Fahre niemals bei aufziehendem Schlechtwetter oder starkem Wind auf das offene Meer hinaus und bestehe im Vorfeld auf Sicherheitsausrüstung.
  • Der totale Logistik-Kollaps von Solomon Airlines: Die Inlandsflüge mit den kleinen Twin-Otter-Maschinen sind die Lebensadern des Archipels. Die Landepisten auf den Außeninseln bestehen jedoch meist nur aus unbefestigten Rasenstreifen oder Korallenkies. Während der Hauptregenzeit (Dezember bis März) weichen diese Pisten komplett auf, was zu sofortigen, tagelangen Flugstreichungen führt. Da es oft keine alternativen Schiffsverbindungen gibt, sitzt man fest. Plane deine Reiseausgänge im Winter immer mit einem Puffer von mindestens drei bis vier Tagen in Honiara vor deinem internationalen Rückflug.

Fazit: Wann solltest du auf die Salomonen reisen?

Für eine umfassende Rundreise, die Wracktauchen, Dschungel-Trekking und Bootstouren in den Lagunen kombiniert, sind die Monate Juni bis September die absolute Top-Reisezeit. Du profitierst von der geringsten Regenwahrscheinlichkeit, minimalem Malariarisiko und stabilen Bedingungen für den Transport. Wer exklusiv zum Tauchen mit maximaler Sichtweite und spiegelglatter See anreist, wählt den exzellenten Übergangsmonat Oktober. Die extrem nassen, stürmischen und zyklongefährdeten Monate von Dezember bis März sollten aufgrund des akuten Risikos von tagelangem Starkregen, unpassierbaren Dschungelpfaden und dem kompletten Stillstand des Inlandsflugverkehrs konsequent gemieden werden.

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