Mount Otemanu auf der Insel Bora Bora in Französisch-Polynesien
Aleksei Potov
Ratgeber

Beste Reisezeit und Klima für Französisch-Polynesien

Aktualisiert am 9. Juli 2019

Wer nach Französisch-Polynesien reist, den erwarten zahllose Atolle an denen es von tropischen Fischen wimmelt sowie grüne Berghänge mit Bambus-Hainen und Vanille-Reben. Die Inseln gelten als die schönsten Inseln der Welt. Sie sind mit wunderschönen Stränden gesegnet und ihre Lagunen ermöglichen spektakuläres Tauchen und Schnorcheln.

Tahiti ist die Hauptinsel von Französisch-Polynesien, hier befinden sich die Hauptstadt Pape'ete und der internationale Flughafen. Dank einer Auswahl guter Hotels in der Nähe der Stadt kann dies ein guter Ausgangspunkt für Kurzaufenthalte sein.

Um das Beste aus einem Urlaub in Französisch-Polynesien zu machen, empfiehlt es sich jedoch, weiter zu einer der umliegenden Inseln zu fahren. Einige der Inseln bieten Weltklasse-Resorts, andere private Rückzugsorte und fast alle bieten die Möglichkeit, kaum besuchte Kulturen zu erkunden.

Inselhopping bietet die Möglichkeit, Erlebnisse zu kombinieren. Es ist dabei oft notwendig auf Tahiti selbst zu übernachten, am nächsten Tag mit dem Flugzeug zu kleineren Inseln zu fliegen und die Reise anschließend per Boot zu beenden.

Beste Reisezeit

Am schönsten ist es in Französisch-Polynesien in der Hauptreisezeit von Juni bis August. Dann herrscht Hochsaison mit milden Temperaturen zwischen 20 und 30 °C, geringer Luftfeuchtigkeit und besserer Sicht für Taucher. Da sich zwei- bis dreimal mehr Touristen auf den Inseln befinden erhöht sich die Nachfrage nach Sightseeing-Aktivitäten und die Preise für Unterkünfte und Veranstaltungen steigen.

In den Monaten vor und nach der Hauptsaison sind die Temperaturen immer noch angenehm warm und sonnig, allerdings mit besseren Preisen. Die beste Reisezeit für Französisch-Polynesien liegt im April/Mai und im Oktober. Es regnet nur wenig, die Temperaturen sind nicht mehr so hoch und die Luftfeuchtigkeit ist gering.

Französisch-Polynesien kann grundsätzlich das ganze Jahr über besucht werden. In den Monaten von November bis April kommt es jedoch häufiger zu tropischen Schauern als in anderen Jahreszeiten, wenngleich diese oft mit Sonnenstunden durchsetzt sind. Da es sich um die Regenzeit handelt, kann diese Reisezeit durchaus unbequem sein. Sollten Sie sich für einen Urlaub zu dieser Jahreszeit entscheiden, sollten Sie unbedingt auf eine Klimaanlage achten, da die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist. Die Inseln leiden nur selten unter tropischen Wirbelstürmen, außer in den Jahren, in denen El Niño die Meeresströmungen beeinflusst.

Optimale Reisezeit nach Monaten

Januar – April

Zu Beginn des Jahres herrscht Regenzeit in Französisch-Polynesien und der Regen lässt erst im April nach. Mehr Regen bedeutet jedoch auch leere Hotels, günstige Preise und weitaus weniger Besucher. Um das chinesische Neujahrsfest, welches von Jahr zu Jahr variiert (in der Regel zwischen Mitte Januar bis Mitte Februar), finden auf den Inseln Paraden, Musik und Tanz statt.

Mai

Die Luftfeuchtigkeit nimmt ab und der Regen wird weniger, aber die Preise bleiben günstig und die Inseln fühlen sich insgesamt ruhiger an. Aus diesem Grund wird dies oft als eine gute Gelegenheit angesehen, um Französisch-Polynesien zu besuchen.

Juni – August

Französisch-Polynesien hat viele Feste zu feiern, wie zum Beispiel den jährlichen Gesangs-, Tanz- und Sportwettbewerb Heiva i Bora Bora, der im Juli stattfindet. Die Kombination aus mildem Wetter und traditioneller Urlaubszeit, macht diese Monate zur beliebtesten Reisezeit für Französisch-Polynesien. Dies bedeutet jedoch, dass die Hotels Monate im Voraus ausgebucht sein können, da sowohl ausländische Besucher als auch Einheimische auf die kleineren Inseln strömen.

September – Oktober

Die Luftfeuchtigkeit beginnt im September und Oktober zu steigen, aber das Klima bleibt insgesamt angenehm und auf den Inseln wird es ruhiger. Ende September markiert die Tagundnachtgleiche, die Sonnenstrahlen treffen die Lagunen der Inseln genau im richtigen Winkel und bringen die wunderschönen Türkistöne der französisch-polynesischen Landschaft bestens zum Ausdruck.

November – Dezember

Im November startet die Regenzeit in Französisch-Polynesien. Die starken Regenfällen werden immer wieder von sonnigen Tagen unterbrochen. Zu dieser Zeit sind Klimanlagen in den Hotels aufgrund der zunehmenden Luftfeuchtigkeit immer wichtiger.

Reiseführer

Unsere Empfehlung
Nelles Reiseführer Südsee
Umfangreicher Reiseführer zur gesamten Südsee mit einem ausreichenden und ordentlichen Teil über Französisch-Polynesien.

Französisch-Polynesien ist insgesamt sehr klein und auch aufgrund seiner Entfernung weit weg von Massentourismus. Reiseführer für Französisch-Polynesien gibt es deshalb so gut wie keine, da die Auflage für die Verlage zum einen nicht ausreichend hoch ist und zum anderen auch die Inseln selbst relativ wenig Sehenswürdigkeiten bieten. Es ist und bleibt ein Paradies für Sonnenhungrige und Taucher.

Von Nelles kommt der beste Reiseführer für Französisch-Polynesien. Er umfasst zwar die Südsee und beschäftigt sich nicht ausschließlich mit Polynesien, der Umfang ist allerdings ausreichend und deckt alles Wichtige ab. Eine Alternative ist der DuMont Reiseführer Südsee. Auch dieser Guide befasst sich mit der Südsee und bildet einen gelungenen Überblick zu allem Wissenswerten rund um dieses fantastische Urlaubsziel.

Klima in Papeete

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Tagestemperatur in °C 30 31 31 31 30 29 28 28 29 29 30 31
Nachttemperatur in °C 23 24 24 23 23 21 21 21 20 23 23 23
Sonnenstunden pro Tag 7 7 7 8 7 7 8 8 7 8 7 5
Wassertemperatur in °C 29 27 27 28 28 27 26 26 26 26 27 27
Regentage pro Monat 14 13 10 8 7 6 5 4 4 7 9 13

Die Höchsttemperatur in Französisch-Polynesien beträgt 31 °C. Im Juli und August steigt das Thermometer auf maximal 28 °C. Der Sommer (Juni bis September) ist mit durchschnittlichen 29 °C sehr warm. In den Wintermonaten wird es mit rund 31 °C sehr heiß. Tagsüber liegt die Temperatur in Französisch-Polynesien im Jahresmittel bei warmen 29,8 °C.

Nachts wird es mit 20 °C am kältesten im September. Unter 24 °C fällt das Thermometer im Februar und März selten. Während die Nächte im Sommer bei Mittelwerten von angenehm warmen 21 °C liegen, sinkt das Thermometer zwischen November und März nachts auf angenehm warme 23 °C. Die Temperatur beträgt Nachts über das gesamte Jahr gesehen durchschnittlich angenehme 22,4 °C.

Die Wassertemperatur beträgt bis zu 29 °C im Januar. In den Sommermonaten Juni bis September ist das Wasser mit durchschnittlichen 26 °C sehr warm. Zwischen November und März liegen die Werte bei sehr warmen 27 °C. Über das Jahr gesehen hat das Meer eine mittlere Temperatur von 27,0 °C.

Mit 14 Regentagen ist der Januar der regenreichste Monat im Jahr. Der August und September sind mit je 4 Regentagen die trockensten Monate des Jahres. Von Juni bis September ist Französisch-Polynesien mit durchschnittlich nur jeweils rund 5 Regentagen sehr trocken, der Winter (November bis März) fällt mit 12 Regentagen relativ feucht aus. Pro Monat fällt im Jahresdurchschnitt an 8,3 Tagen Regen.

Essen und Trinken

Französisch-Polynesien ist ein idealer Ort für Liebhaber von Fisch und Meeresfrüchten. Frische Produkte sind in Hülle und Fülle vorhanden. Auch buntes Gemüse, exotische Früchte und zartes Fleisch sind in den meisten Menüs enthalten. In der traditionellen Küche werden Schweinefleisch, Hähnchen, Fisch und Gemüse meist in einem Ofen im Boden gegart. Nach einigen Stunden öffnet man den Ofen dann und serviert das Essen in Buffetform.

Sprache

Französisch ist die Amtssprachen von Französisch-Polynesien. Auf den Hauptverkehrsstraßen der Inseln dominiert Französisch, aber auch Englisch ist weit verbreitet. Je weiter Sie sich von den ausgetretenen Pfaden entfernen, desto mehr werden Sie feststellen, dass nur französische und tahitianische Dialekte gesprochen werden, wobei die Einheimischen oft beide vermischen.

Kultur

Die Menschen in Französisch-Polynesien sind in der Regel sehr entspannt. Man kleidet sich lässig, wobei Pareos, Shorts und T-Shirts die häufigste Kleidung sind. Die Polynesier sind sehr religiös, also kleiden Sie sich angemessen, wenn Sie einen Gottesdienst besuchen. Wenn Sie archäologische Stätten besuchen, fassen Sie bitte die heiligen Steine ​​oder Tikis nicht an, da diese von großer spiritueller Bedeutung sind. Sollten Sie ein polynesisches Haus betreten oder in einem kleineren, familiengeführten Hotel wohnen, sollten Sie Ihre Schuhe an der Haustür ausziehen.

Geld

Die Währung in Französisch-Polynesien ist der CFP-Franc, der einfach als Pazifik-Franc bezeichnet wird. 1 EUR entspricht 119,33 CFP.

Trinkgeld

Trinkgelder und Feilschen wird in Französisch-Polynesien nicht erwartet. Sollten Sie ein Trinkgeld geben wollen, ist auf den meisten Rechnungen von Restaurants in den größeren Resorts Platz auf der Rechnung. Manchmal kann man mit den Händlern feilschen, wenn man schwarze Perlen oder Kunsthandwerk direkt bei einem Künstler kaufen möchte.

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