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Die schönsten und weltberühmtesten Lagunen unseres Planeten

Beste Reisezeit und Klima für Französisch-Polynesien

Wer nach Französisch-Polynesien reist, den erwarten zahllose Atolle an denen es von tropischen Fischen wimmelt sowie grüne Berghänge mit Bambus-Hainen und Vanille-Reben. Die Inseln gelten als die schönsten Inseln der Welt. Sie sind mit wunderschönen Stränden gesegnet und ihre Lagunen ermöglichen spektakuläres Tauchen und Schnorcheln.

22.06.2026 01:31 Uhr 8 Min.
Mount Otemanu auf der Insel Bora Bora in Französisch-Polynesien

Französisch-Polynesien, ein riesiges Überseegebiet im Südpazifik, das sich über fünf Archipelgruppen mit 118 Inseln und Atollen erstreckt, gilt als das Sehnsuchtsziel für absolute Abgeschiedenheit und Luxus im Paradies. Die Inseln – darunter die weltberühmten Ikonen Bora Bora und Tahiti sowie die unberührten Atolle der Tuamotus – bieten eine dramatische Topografie: Steil aufragende, tiefgrüne Vulkanberge treffen auf die flachsten, intensiv leuchtenden Korallenriffe der Erde. Da das Territorium südlich des Äquators liegt, herrscht ein tropisch-maritimes Klima. Die Reiseplanung wird hier nicht von Jahreszeiten im europäischen Sinne bestimmt, sondern vom Wechselspiel der ozeanischen Winde, die Luftfeuchtigkeit, Regenschauer und das Verhalten der Meeresbewohner steuern.

Auf einen Blick: Die beste Reisezeit für Französisch-Polynesien liegt in den Monaten Mai bis Oktober. In diesem südpazifischen Winter sorgt der kühle Mara'amu-Wind für die geringsten Niederschläge, eine angenehme Luftfeuchtigkeit und viel Sonnenschein.

Klima

In Französisch-Polynesien sind die Temperaturen das ganze Jahr über tropisch warm und liegen tagsüber konstant zwischen 28 °C und 31 °C. Auch der Pazifik ist mit Werten um 26 °C bis 29 °C dauerhaft angenehm. Die polynesischen Jahreszeiten teilen sich primär in zwei große Phasen:

  • Die Trockenzeit (Mai bis Oktober): Die unumstrittene Premium-Saison, lokal geprägt von der kühleren Phase (Matarii i raro). Der verlässliche Südost-Passatwind (Mara'amu) weht erfrischend, senkt die Luftfeuchtigkeit spürbar und vertreibt die Wolken. Regenschauer sind selten, kurz und treten meist nachts auf. Die Sichtweiten unter Wasser sind phänomenal.
  • Die Regenzeit (November bis April): Die feucht-heiße Phase (Matarii i nia). Die Winde flauen ab, wodurch die Luftfeuchtigkeit drückend ansteigt. Schwere, tropische Starkregen und Gewitter treten häufiger auf. Zudem liegt dieses Fenster in der südpazifischen Zyklon-Saison, in der ein statistisches Risiko für tropische Wirbelstürme besteht (besonders von Januar bis März).
  • Die Übergangsmonate (April und November): Ein meteorologisches Glücksspiel. Das Wetter ist extrem wechselhaft, bietet aber oft ruhige See und leere Resorts vor oder nach den großen Buchungswellen.

Klima in Papeete

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Tagestemperatur 30 31 31 31 30 29 28 28 29 29 30 31
Nachttemperatur 23 24 24 23 23 21 21 21 20 23 23 23
Sonnenstunden/Tag 7 7 7 8 7 7 8 8 7 8 7 5
Wassertemperatur 29 27 27 28 28 27 26 26 26 26 27 27
Regentage 14 13 10 8 7 6 5 4 4 7 9 13

Beste Reisezeit

Postkarten-Urlaub & Lagunen-Erkundung (Bora Bora & Moorea)

Das Entspannen im legendären Überwasser-Bungalow, Kajakfahren im absolut glasklaren Türkis der Lagunen oder das Schnorcheln mit Rochen und Riffhaien.

Beste Reisezeit: Juni bis August. In diesen Monaten ist die Luftfeuchtigkeit am niedrigsten und die Passatwinde sorgen dafür, dass es in den Bungalows ohne drückende Schwüle angenehm bleibt. Das Licht bricht perfekt durch das ruhige Wasser der geschützten Lagunen.

Tauchen mit Großfischen (Rangiroa & Fakarava / Tuamotu-Atolle)

Das Tauchen an den weltberühmten Atoll-Passagen, um gigantische Schulen von Grauhaien, Adlerrochen, Delfinen und Hammerhaien in einer permanenten Strömung zu erleben.

Beste Reisezeit: September und Oktober. Gegen Ende der Trockenzeit flaut der starke Mara'amu-Wind etwas ab. Das sorgt für eine ruhigere See außerhalb der Atolle, während die Sichtweiten unter Wasser mit oft über 40 Metern ihr absolutes Maximum erreichen.

Reiseführer-Empfehlung für Französisch-Polynesien

Französisch-Polynesien ist insgesamt sehr klein und auch aufgrund seiner Entfernung weit weg von Massentourismus. Reiseführer für Französisch-Polynesien gibt es deshalb so gut wie keine, da die Auflage für die Verlage zum einen nicht ausreichend hoch ist und zum anderen auch die Inseln selbst relativ wenig Sehenswürdigkeiten bieten. Es ist und bleibt ein Paradies für Sonnenhungrige und Taucher.

Von Nelles kommt der beste Reiseführer für Französisch-Polynesien. Er umfasst zwar die Südsee und beschäftigt sich nicht ausschließlich mit Polynesien, der Umfang ist allerdings ausreichend und deckt alles Wichtige ab. Eine Alternative ist der DuMont Reiseführer Südsee. Auch dieser Guide befasst sich mit der Südsee und bildet einen gelungenen Überblick zu allem Wissenswerten rund um dieses fantastische Urlaubsziel.

Sehenswürdigkeiten passend zur Reisezeit entdecken

Die Lagune von Bora Bora (Gesellschaftsinseln)

Die wohl berühmteste Lagune der Welt, in der das leuchtende Türkis des Wassers mit den dunklen Basaltgipfeln des Vulkans Mont Otemanu kontrastiert. Ein Hotspot für das Schwimmen mit zahmen Stachelrochen und Schwarzspitzen-Riffhaien.

Beste Reisezeit & Timing: Juli (Früher Vormittag). Der Juli garantiert tiefblauen Himmel und klares Wasser. Timing-Tipp: Buche eine private Bootstour exakt für 08:30 Uhr morgens. Zu dieser Stunde steht die Sonne noch flach genug, um die verschiedenen Tiefenstufen der Lagune in allen Schattierungen von Smaragd bis Kobaltblau leuchten zu lassen. Vor allem bist du so an den flachen Sandbänken (Motus), bevor die großen Ausflugsboote der Luxusresorts die Rochen-Futterplätze ansteuern.

Die Garuae-Passage in Fakarava (Tuamotu-Archipel)

Die größte Atoll-Passage Französisch-Polynesiens, ein UNESCO-Biosphärenreservat. Der Kanal ist weltberühmt für seine „Mauer aus Haien“ – eine permanente Ansammlung von hunderten von Grauen Riffhaien, die in der einströmenden Gezeitenströmung stehen.

Beste Reisezeit & Timing: September (Zur einströmenden Gezeitenströmung / "Incomming Tide"). Der September bietet die beste Kombination aus ruhiger See und maximaler Unterwassertransparenz. Timing-Tipp: Richte den Tauchgang exakt nach dem Gezeitenkalender der lokalen Basis aus. Getaucht werden muss zwingend bei einströmendem Wasser. Nur dann wird das glasklare, nährstoffreiche Tiefseewasser in das Atoll gedrückt, was die Sichtweite auf über 50 Meter katapultiert und die Haie in kompakter Formation im Kanal versammelt.

Die Wal-Beobachtung vor Moorea

Die Gewässer rund um die Schwesterinsel Tahitis werden jedes Jahr von Buckelwalen aufgesucht, die aus der Antarktis in die warmen, geschützten Gewässer Polynesiens ziehen, um dort ihre Kälber zu gebären und sich zu paaren.

Beste Reisezeit & Timing: August und September (Mittlere Vormittagsstunden). In diesen Monaten ist die Wal-Dichte am höchsten. Timing-Tipp: Starte die Ausfahrt gegen 09:00 Uhr. Wenn die Sonne höher steht, lassen sich die riesigen Schatten und das Blas-Verhalten der Wale auf dem tiefblauen Ozean vor der Riffkante extrem leicht sichten. Unter strengen Schutzauflagen ist das behutsame Schnorcheln mit den Walmüttern und ihren Kälbern zu dieser Jahreszeit ein lebensveränderndes Erlebnis.

Insider-Warnungen: Die "Heiva"-Logistik und die Mara'amu-Täuschung

Französisch-Polynesien ist extrem sicher und exklusiv, birgt jedoch saisonale Dynamiken, die den Traumurlaub beeinträchtigen können:

  • Die logistische Vollauslastung durch das "Heiva i Tahiti"-Festival (Juli): Das Heiva ist das bedeutendste Kulturfestival Polynesiens mit gigantischen Tanz- und Sportwettbewerben. Im gesamten Juli reisen tausende Einheimische von den Außeninseln nach Tahiti. Inlandsflüge mit Air Tahiti (die einzige Verbindung zwischen den Inseln) sind Monate im Voraus komplett ausgebucht, Mietwagen rar und die Preise in den Pensionen verdoppeln sich. Wer in dieser Zeit Insel-Hopping plant, muss die gesamte Logistik fast ein Jahr im Voraus fixieren.
  • Die "Mara'amu-Täuschung" im Südsommer (Juli/August): Viele Urlauber erwarten in der besten Trockenzeit absolute Windstille. Doch der Mara'amu-Passatwind kann im Juli und August sehr kräftig und böig werden. Das hat zur Folge, dass das Wasser außerhalb der Riffe rau wird, der Transfer mit Schnellbooten zwischen den Motus sehr ungemütlich sein kann und der Wind nachts lautstark an den traditionellen Reetdächern der Wasserbungalows zerrt. Wer empfindlich auf Wind reagiert, wählt eher die Übergangsmonate Mai oder September.

Fazit: Wann solltest du nach Französisch-Polynesien reisen?

Für den ultimativen Südsee-Urlaub mit maximaler Sonnengarantie, geringer Luftfeuchtigkeit und perfekten Sichtweiten im Wasser sind die Monate Mai bis September die absolute Top-Reisezeit. Wer gezielt das einmalige Abenteuer des Schnorchelns mit Buckelwalen erleben möchte, legt seine Reise exakt in das Fenster von August bis Oktober. Die schwülen, niederschlagsreichen Kernmonate des Südsommers von Dezember bis März sollten aufgrund der drückenden Hitze, häufiger tropischer Schauer und des statistischen Zyklon-Risikos für eine klassische Urlaubsreise gemieden werden.

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