Ratgeber

Beste Reisezeit und Klima für Israel

Obwohl Israel eines der kleinsten Länder im Nahen Osten ist, fehlt es hier nicht an Geschichte und atemberaubenden Landschaften. In nur wenigen Tagen können Sie die antike Stadt Jerusalem, den Großstadttrubel von Tel Aviv und den Reichtum an historischen, religiösen und kulturellen Stätten im ganzen Land erleben.

Tempelberg in Jerusalem, Israel
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Israel ist in erster Linie als wichtiges religiöses Reiseziel bekannt, aber es gibt hier viel mehr zu entdecken als nur die religiösen Stätten. Sie können hier tolle Outdoor-Aktivitäten unternehmen, fantastisches Essen genießen und eine Vielzahl von Kulturen erleben. Viele Urlauber kombinieren ihre Reise mit einem Besuch in Jordanien. Normalerweise überqueren sie die Grenze entweder an der Allenby Bridge oder der Sheikh Hussein Bridge.

Beste Reisezeit

Die besten Monate für einen Besuch in Tel Aviv sind April, Mai, Juni, September und Oktober. Dies liegt hauptsächlich daran, dass die Wintermonate (insbesondere Dezember bis März) regnerisch sein können und im Juli und August mit großer Hitze zu rechnen ist. Im Winter kann es in Jerusalem vor allem nachts sehr kalt werden, was aber keine Auswirkungen auf den Besuch von Sehenswürdigkeiten hat. In Eilat, Israels Ferienort am Roten Meer, können Sie den ganzen Winter über mit herrlichen Sonnentagen rechnen, in den Hochsommermonaten jedoch extrem heißen Tagestemperaturen.

Abgesehen von Jerusalem und Tel Aviv sind die alte Wüstenfestung Masada und das Tote Meer – der tiefste Punkt der Erde – zweifellos die Hauptattraktionen Israels. Die Wüste Juda ist eine raue Umgebung und die pralle Sommersonne kann leicht zu Austrocknung führen, wenn Sie nicht aufpassen. Denken Sie deshalb daran immer genügend Trinken mitzunehmen. Der Frühling und Herbst eignen sich am besten für einen Besuch in Masada, während Sommer und Herbst für das Tote Meer ideal sind. Dann ist das Salzwasser am wärmsten. Beide Standorte sind während der jüdischen Feiertage, allen voran Pessach, sehr beliebt und entsprechend stark besucht.

Israel wird bei Touristen immer beliebter, es ist aber glücklicherweise selten so überfüllt ist wie Paris oder Barcelona. Der August, aber auch Ende September und Oktober sind aufgrund der wichtigen Feiertage und des etwas kühleren Wetters in der Regel sehr geschäftig. Es ist daher sinnvoll, dies in Ihre Reisepläne einzubeziehen. Wenn Sie Menschenmassen an wichtigen kulturellen und religiösen Orten vermeiden möchten, sollten Sie nicht während der Passahwoche (Anfang April) reisen.

Die beste Reisezeit für Israel hängt davon ab, ob Sie auf Pilgerfahrt gehen oder es lieber ruhiger angehen wollen. Viele Touren für Besuche religiöser Stätten fallen mit religiösen Feiertagen zusammen. Seien Sie also auf größere Menschenmassen vorbereitet. Oder das Gegenteil: Alles hat geschlossen. Sie sollten in jedem Fall möglichst früh buchen. Der Frühling bringt Wildblumen zum Blühen und die Wüstenhitze hat das Land noch nicht so fest im Griff. Im Sommer müssen Sie mit extrem hohen Temperaturen rechnen, während es im Herbst durchaus regnen kann.

Optimale Reisezeit nach Monaten

Januar – März

In den ersten Monaten des Jahres sind die Temperaturen in Israel kühler, und in einigen Teilen des Landes fällt gelegentlich sogar Schnee. Dies ist auch die Jahreszeit, in der es in Israel am ehesten einmal zu Regenfällen kommt.

April – Mai

Mit Beginn des Frühlings wird in Israel das Wetter dank zunehmendem Sonnenschein und steigenden Temperaturen viel angenehmer. Die Abende können immer noch etwas kühl sein, packen Sie also unbedingt einen leichten Pullover oder eine Jacke ein.

Juni – August

Die Temperaturen steigen im Sommer schnell an. Die Tage sind lang und es gibt mit reichlich Sonne. Denken Sie daran ausreichend Sonnenschutz mitzunehmen, wenn Sie Israel in dieser Zeit besuchen möchten.

September – Oktober

Im September und Oktober kühlen die Temperaturen wieder ab, so dass das Wetter viel angenehmer ist als in der Hitze des Sommers.

November – Dezember

Der Spätherbst und Winter bringt kühleres Winterwetter. So besteht im November und Dezember sogar die Möglichkeit von Schnee und es ist in Jerusalem auch höchstwahrscheinlich mit Regen zu rechnen.

Bester Reiseführer für Israel

Für Israel gibt es viele Reiseführer und die Qual der Wahl ist groß. Wenn Sie einen schnellen Ein- und Überblick suchen, sind Sie mit dem Marco Polo Israel besten bedient. Hier erfahren Sie auf 1140 Seiten alles über das Land im Nahen Osten. Wesentlich ausführlicher behandelt der Lonely Planet dieses Land. Die deutsche Ausgabe ist mit ihren fast 500 Seiten sehr umfangreich und lädt entsprechend zum Schmökern ein. Unsere Empfehlung ist allerdings der Reiseführer Israel von DuMont. Hier stimmt die Mischung aus Informationen, Karten und Unterhaltung.

DuMont Reiseführer Israel, Palästina, Sinai
Toller Reiseführer für Israel, Palästina und den nahen Sinai. Er deckt alle wichtigen Informationen auf über 400 Seiten ab.

Klima in Jerusalem

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Tagestemperatur 12 13 16 21 25 28 29 29 28 25 19 14
Nachttemperatur 4 5 6 10 12 15 17 17 16 14 10 6
Sonnenstunden/Tag 6 6 7 9 11 12 12 12 10 9 8 6
Regentage 10 8 7 3 1 0 0 0 1 2 5 8

Wann ist das beste Wetter in Israel am besten? Eine einfache Frage und doch gar nicht so einfach zu beantworten. Lange, warme (manchmal ausgesprochen heiße) und im Allgemeinen trockene Sommer erstrecken sich von April bis Oktober, während der Winter (November bis März) im Allgemeinen mild ist. Aber es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Klima an der Küste und den hügeligen Gebieten wie Jerusalem und Safed. Tel Aviv ist feuchter und die Winter sind regnerischer, während in Jerusalem trockeneres und kühleres Wetter herrscht. In Galiläa im Norden des Landes kann es im Winter sogar zu starken Niederschlägen mit gelegentlichem Schneefall in Bergregionen kommen. Rund um das Tote Meer und die Wüste Negev hingegen regnet es kaum.

Im Frühling und Herbst können heiße Winde aus Afrika aufkommen, die Temperaturen steigen und das Land wird von Staub bedeckt. Diese extremen Wetterbedingungen sind Ausnahmen und halten normalerweise nicht lange an. Im Allgemeinen finden Sie das beste Wetter im April, Mai, Juni, Ende September und Oktober.

Sprache

Die Landessprache Israels ist Hebräisch. Dank der großen Anzahl von Einwanderern werden Sie aber wahrscheinlich auf eine Vielzahl weiterer Sprachen treffen, darunter Arabisch und Russisch. Die meisten Menschen sprechen jedoch mindestens ein wenig Englisch und so kommen Sie sehr gut im Land zurecht.

Essen

Die israelische Küche spiegelt die Vielfalt ihrer Bevölkerung wider und ist beeinflusst von Juden aus Europa und dem Nahen Osten, Arabern, Armeniern und vielen anderen Ländern. Restaurants in Israel sind besonders gut, denn die hohen Mietkosten zwingen viele Restaurants, auf einem sehr hohen Niveau zu konkurrieren, um im Geschäft zu bleiben. Infolgedessen finden Sie fast überall hervorragende Mahlzeiten, insbesondere in Tel Aviv. Sehr beliebt sind auch Straßengerichte mit Schawarma, Falafel und Bourekas.

Wie in weiten Teilen des Nahen Ostens sind auch in Israel Kaffee und Tee unglaublich beliebt. Abhängig davon, ob Sie sich in einem überwiegend jüdischen oder arabischen Gebiet befinden, kann es jedoch zu geringfügigen Unterschieden in der Art und Weise kommen, wie dieser serviert wird. In jüdischen Gegenden finden Sie Tee und Kaffee in europäischen oder amerikanischen Cafés, in arabischen Gegenden in Kaffeehäusern, in denen oft nichts anderes angeboten wird.

Feste und Feierlichkeiten

Aufgrund des großen Anteils der jüdischen und christlichen Bevölkerung gibt es das ganze Jahr über mehrere Feste und Feiertage. Zu Beginn des Jahres können Sie das Purimfest miterleben, dann veranstalten die Menschen auf den Straßen Paraden mit Musik und das Gaze erinnert mit seinen Kostümen an den Karneval. Während wichtiger Feiertage wie Jom Kippur ist es ruhig auf den Straßen, Geschäfte haben geschlossen und es wird im ganzen Land gefastet. Darüber hinaus unterlassen viele Juden am Sabbat - beginnend bei Sonnenuntergang am Freitag und endend bei Sonnenuntergang am Samstag - jede Art von Arbeit, selbst einfache Dinge wie das Telefonieren oder das Einschalten des Lichts. In Jerusalem schließen viele Restaurants am Sabbat, Hotelrestaurants bleiben aber im Allgemeinen geöffnet.

Kultur

Israel ist sehr westlich geprägt, es gibt aber einige Ausnahmen in orthodoxen oder palästinensischen Gebieten. Es wird erwartet, dass sich Besucher an bestimmten öffentlichen Bereichen und religiösen Orten mit bedeckten Schultern und Beinen angemessen gekleidet sind. An einigen jüdischen Orten kann es vorkommen, dass Männer gebeten werden eine Kippa zu tragen, diese wird in der Regel vor Ort zur Verfügung gestellt wird.

Fotografieren Sie nichts, was mit dem Militär oder Regierungsgebäuden zu tun hat, insbesondere keine Brücken, Kanäle oder alles, was als strategisch bedeutsam angesehen werden könnte. Es ist auch immer ratsam, die Leute um Erlaubnis zu fragen, bevor Sie sie fotografieren.

Das Rauchen in der Öffentlichkeit ist in Israel generell verboten, einige Restaurants verfügen über einen separaten Raucherbereich.

Währung

Israels Währung ist der Schekel. Es gibt 100 Agorot in einem Schekel. Die gängigen Kreditkarten werden fast überall akzeptiert. Es gibt ausreichend viele Geldautomaten, allerdings bieten nicht alle die Möglichkeit an, die Sprache von Hebräisch auf Deutsch oder Englisch umzuschalten.

Trinkgeld

Trinkgeld ist in Israel nicht ganz so üblich wie in anderen Ländern in der Region, wenngleich es stets eine willkommene Geste ist. Einige Restaurants und Cafés haben obligatorische Servicegebühren eingeführt. In den meisten Fällen können Sie jedoch auch ein individuelles Trinkgeld geben. Wir empfehlen bei gutem Service etwa 10-15 %.

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