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Ein absolut außergewöhnliches Abenteuer

Beste Reisezeit und Klima für St. Helena

Die schwindelerregende, direkt in die Felswand gehauene Jakobsleiter in Jamestown, das geschichtsträchtige Longwood House – der letzte Zufluchtsort Napoleons – und die Chance, im tiefblauen Atlantik mit gigantischen Walhaien zu schnorcheln, machen die extrem abgelegene Insel St. Helena zu einem Mythos. Da das subtropische Klima stark vom kühlen Benguelastrom und den Passatwinden beeinflusst wird, zeigt dir unser kompakter Wetter-Check sofort die sonnigsten und wärmsten Monate für diese epische Reise.

25.06.2026 17:03 Uhr 8 Min.
Blick über Sandy Bay auf St. Helena

St. Helena, eine der abgelegensten bewohnten Inseln der Erde, liegt isoliert im Südatlantik, tausende Kilometer von den Küsten Afrikas und Südamerikas entfernt. Die Geografie der britischen Vulkaninsel ist von dramatischen Kontrasten geprägt: Aus dem unbarmherzigen, tiefblauen Ozean ragen pechschwarze, schroffe Klippen empor, die eine karge, fast mondartige Küstenlandschaft bilden. Sobald man jedoch in das Inselinnere vordringt, bricht die Landschaft auf in saftig grüne, nebelverhangene Hügelketten, dichte Farnwälder und fruchtbare Täler. Das Klima ist mild-tropisch, steht jedoch unter dem permanenten Einfluss des Südost-Passatwinds, was zu extremen Mikroklimata führt. Die Reiseplanung für St. Helena erfordert aufgrund der komplizierten Anreise per Flugzeug über Südafrika eine präzise Abstimmung auf die klimatisch stabilste Phase des Südatlantiks.

Auf einen Blick: Die beste Reisezeit für St. Helena liegt in den Monaten Dezember bis April (südatlantischer Sommer). In diesem Zeitraum erwarten dich die höchsten Temperaturen, die meisten Sonnenstunden und die besten Bedingungen für Outdoor-Aktivitäten sowie Walhai-Beobachtungen.

Klima

Da St. Helena auf der Südhalbkugel liegt, verlaufen die Jahreszeiten spiegelverkehrt zu Europa. Das Wetter wird massiv durch die Topografie bestimmt: Während in der Hauptstadt Jamestown an der Küste ein trockenes, warmes Wüstenklima herrscht, ist es im nur wenige Kilometer entfernten Hochland (Longwood) oft nebelig, feucht und bis zu 8 °C kühler. Das Jahr teilt sich in zwei Hauptphasen:

  • Der warme, sonnige Sommer (Dezember bis April): Die klimatisch stabilste Reisezeit. Die Temperaturen in Jamestown klettern auf angenehme 24 °C bis 27 °C, und das Hochland zeigt sich von seiner sonnigsten Seite. Regen fällt in diesen Monaten selten, meist nur als kurzer Schauer in den Bergen.
  • Der kühle, windige Winter (Juni bis September): Der Südost-Passatwind frischt massiv auf und bringt feuchte Luftmassen mit sich. Das Hochland versinkt regelmäßig in dichten Passatwolken und mystischem Nebel, während die Temperaturen spürbar sinken. An der Küste bleibt es oft trocken, aber der raue Seegang schränkt Aktivitäten auf dem Wasser stark ein.

Klima in Jamestown

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Tagestemperatur 21 22 22 22 21 19 18 17 18 18 19 20
Nachttemperatur 16 17 18 17 16 15 13 13 13 13 14 15
Sonnenstunden/Tag 5 6 6 5 5 4 4 3 2 2 2 4
Regentage 9 8 9 14 5 12 13 9 9 7 4 6

Beste Reisezeit

Historische Entdeckungen & Kultur (Napoleon-Stätten & Jamestown)

Das Erkunden des geschichtsträchtigen Erbes der Insel, auf der Napoleon Bonaparte im Exil lebte, das Besichtigen von Longwood House sowie das Bezwingen der monumentalen Jacob’s Ladder.

Beste Reisezeit: Januar bis März. Die Sommermonate bieten perfekt temperierte, sonnige Tage für geschichtliche Erkundungen im Freien. Da die Luftfeuchtigkeit im Hochland in dieser Phase am niedrigsten ist, lässt sich das nebelanfällige Longwood House bei klarer Sicht besichtigen, und die Bedingungen für den anstrengenden Aufstieg über die 699 Stufen der Jacob’s Ladder sind optimal.

Wandern & Endemische Natur (Post Box Walks & Diana’s Peak)

Das Durchstreifen des Netzwerks der offiziellen „Post Box Walks“ durch unberührte Vulkanlandschaften oder das Besteigen des Diana's Peak, dem mit 823 Metern höchsten Punkt der Insel, der Heimat hunderter endemischer Tier- und Pflanzenarten ist.

Beste Reisezeit: Oktober und November. Das südatlantische Frühjahr ist die magische Phase für Botaniker und Wanderer. Nach den feuchten Wintermonaten beginnt die Natur im Inselinneren spektakulär zu blühen, und die seltenen endemischen Pflanzen wie der Cabbage Tree stehen in voller Pracht. Die Pfade sind bereits abgetrocknet, aber die große Sommerhitze steht noch bevor.

Sehenswürdigkeiten passend zur Reisezeit entdecken

Longwood House & Das Napoleonische Exil (Hochland)

Das detailgetreu restaurierte, historische Anwesen im kühlen Inselinneren, in dem der entmachtete französische Kaiser Napoleon von 1815 bis zu seinem Tod im Jahr 1821 unter britischer Bewachung lebte.

Beste Reisezeit: Februar. Der Februar garantiert die statistisch geringste Wolkendichte im sonst extrem nebelanfälligen Hochland-Distrikt Longwood. Besucher können die weitläufigen, französischen Gärten, die Napoleon selbst anlegte, bei strahlendem Sonnenschein und klarer Sicht auf die umliegenden Vulkankegel fotografieren.

Jacob’s Ladder (Jamestown)

Eine atemberaubende, steil aufragende Treppenflucht mit 699 Stufen, die in einem Winkel von bis zu 41 Grad direkt aus dem Tal von Jamestown hinauf zum ehemaligen Fort auf dem Ladder Hill führt.

Beste Reisezeit: Dezember. Im Dezember weht ein angenehm kühlender Sommerwind durch das enge Tal von Jamestown. Wenn man den schweißtreibenden Aufstieg in den frühen Morgenstunden plant, liegt die Treppe noch im kühlenden Schatten der Klippen, und oben angekommen wird man mit einer glasklaren Sicht auf den Atlantik belohnt.

Das Schnorcheln mit Walhaien (James Bay)

Ein weltweit einmaliges maritimes Erlebnis in den Gewässern direkt vor der Insel, wo sich die sanften Riesen des Ozeans (Walhaie) im tiefen, nährstoffreichen Wasser sammeln, um sich zu paaren.

Beste Reisezeit: Januar und Februar. Dies ist die einzige verlässliche Phase im Jahr, in der die Walhaie in großer Zahl ganz nah an die Küste von St. Helena herankommen. Da das Meer in diesen Sommermonaten am ruhigsten ist, sind die Bedingungen für geführte Bootstouren und das regulierte Schnorcheln mit den majestätischen Tieren optimal.

Insider-Warnungen: Die "Nebel-Sperre" im Hochland und die maritime "Schwellen-Gefahr"

St. Helena ist ein absolut unberührtes Juwel, erfordert aber meteorologische Flexibilität:

  • Die plötzliche "Nebel-Sperre" auf den Post Box Walks: Unterschätze niemals das Mikroklima im Inselinneren. Selbst an einem strahlend blauen Sommertag in Jamestown kann sich das Hochland rund um den Diana’s Peak innerhalb von Minuten in dichte, nasse Passatwolken hüllen. Die Sichtweite sinkt dann auf unter fünf Meter, und die steilen, unbefestigten Klippenpfade werden extrem rutschig und gefährlich. Wanderer sollten immer eine wind- und wasserdichte Jacke dabeihaben und den Trail bei plötzlichem Nebelaufzug abbrechen.
  • Die unberechenbare "Schwellen-Gefahr" (Rollers) an den Hafenmauern: St. Helena besitzt keinen geschützten Tiefseehafen für größere Schiffe. Vor allem in den Monaten August und September können riesige, im Nordatlantik entstehende Wellensysteme als sogenannte Rollers (monumentale Grundseen) auf die Insel treffen. Diese Wellen bringen den Bootsverkehr komplett zum Erliegen, machen das Anlegen an der historischen Hafenmauer von Jamestown unmöglich und führen zu Flugverzögerungen, falls die Gischt die Sichtachsen am Klippen-Flughafen beeinträchtigt.

Fazit: Wann solltest du nach St. Helena reisen?

Für eine umfassende Entdeckungsreise nach St. Helena, die geschichtliche Erkundungen, anspruchsvolle Wanderungen und das einmalige Erlebnis des Schnorchelns mit Walhaien kombiniert, sind die Monate Januar bis März die absolute Top-Reisezeit. Du profitierst von maximaler Wettersicherheit, angenehmen Sommertemperaturen und ruhiger See. Wer den Fokus exklusiv auf die spektakuläre Blüte der endemischen Flora legen möchte, wählt die Frühlingsmonate Oktober und November. Die kühlen, stürmischen und extrem nebelreichen Wintermonate von Juni bis September sollten von klassischen Urlaubern gemieden werden, da die dichten Wolken im Hochland viele Wanderungen einschränken und der raue Seegang maritime Ausflüge unmöglich macht.

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