Dennerle Osmose Compact 130
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Test

Dennerle Osmose Compact 130

Veröffentlicht am 17. August 2019
Markus Meischel

Die Verwendung und Herstellung von Osmosewasser spaltet die Aquarianer sehr stark. Die einen argumentieren damit, dass sich der Fischbesatz gut an die Wasserverhältnisse anpasst, die anderen sehen darin die Chancen auf artgerechtere Haltung. Die Dennerle Osmose Compact 130 schauen wir uns im Test deshalb ganz genau an.

Fast 90 % der im Handel erhältlichen Zierfische sind mittlerweile Nachzuchten. Sie sind an das Wasser bei uns gewöhnt. Der Einsatz und die Notwendigkeit einer Osmoseanlage liegt also vor allem im persönlichen Interesse des Aquarianers. Gleichzeitig muss man jedoch auch zugutehalten, dass der obige Grund keine Rechtfertigung für zu hartes Wasser sein soll. Wir wollen nichtsdestotrotz wissen, wie gut die Dennerle Osmose Compact 130 arbeitet. Immerhin filtern diese Anlagen auch Schadstoffe wie Nitrit, Nitrat und sogar Schwermetalle aus dem Leitungswasser.

Es ist in jedem Fall vorteilhaft, wenn man als Aquarianer reines Wasser zur Verfügung hat. Dennerle hat mit der Osmose Professional 190 bereits eine Anlage für größere Wassermengen im Angebot, wir haben sie bereits getestet.

Die Funktionsweise beruht auf dem Prinzip der Umkehrosmose. Auf die gleiche Art und Weise wird im Alltag Trinkwasser aufbereitet.

Aufbau

Der Aufbau der Compact 130 unterteil sich in drei Filterstufen. Zuerst durchfließt das Wasser einen Feinfilter, danach eine halbdurchlässige Membran und schließlich einen Aktivkohlefilter. Der Feinfilter entfernt gröbere Teilchen. Der Effekt wird mit der halbdurchlässigen Membran verstärkt, die Aktivkohle entfernt schließlich noch weitere Schadstoffe.

Die drei Kartuschen aus dickwandigem Kunststoff sind sehr stabil und sauber verarbeitet. Auch bei den Schläuchen ist die gesamte Konstruktion sehr stabil. Das alles sind sehr wichtige Punkte auf die wir achten, weil der Druck in dem gesamten System sehr hoch ist. Löst sich hierbei ein Bauteil, kann das im schlimmsten Fall das Auslaufen von Wasser und einen entsprechenden Schaden bedeuten. Die Anlage kann dank einer Aufhängung an der Rückseite sicher an der Wand befestigt werden.

Betrieb

Sie müssen die Anlage in der Nähe eines Wasseranschlusses (Kaltwasser) montieren. Der Grund liegt darin, dass bei der Erzeugung des Osmosewassers auch Restwasser entsteht und entsorgt werden muss. Bei der Montage müssen Sie unbedingt auf die sichere Montage achten, da der Druck mit 3-6 bar nicht zu vernachlässigen ist.

Sie müssen die Anlage nach dem ersten Betrieb für mehrere Stunden spülen. Währenddessen löst sich ein auf der Membran befindliches Lösungsmittel, nur so kann überhaupt der Betrieb gestartet werden. Wir empfehlen Ihnen die Spülung auch in regelmäßigen Abständen zu wiederholen und die Dennerle Osmose Compact 130 so regelmäßig zu reinigen. Nur eine saubere Anlage erzielt optimale Ergebnisse, weil sich mit der Zeit Ablagerungen bilden, die entfernt werden müssen. Das Intervall wird in erster Linie vom Härtegrad des Wassers vor Ort bestimmt. Je härter das Wasser, desto öfter muss die Reinigung durchgeführt werden. Die Reinigung ist der Dennerle Osmose Compact 130 ist sehr einfach, es muss nur das Spülventil betätigt werden. Es leitet den Wasserstrom um, die Ablagerungen fließen nun weg von der Membran. Die Häufigkeit des Vorgangs hängt von den Wasserwerten vor Ort ab und kann deshalb nicht pauschal definiert werden.

Empfehlung
Dennerle Osmose Compact 130
Osmoseanlage zum hervorragenden Preis. Einfach zu warten und gut verarbeitet.

Unser Test lief über drei Monate, in denen es keine Probleme mit der Anlage gab. Pro Tag wurden ca. 130 Liter reines Osmosewasser erzeugt. Wir haben das Wasser nur dann erzeugt, wenn wir es benötigt haben. Sie müssen darauf achten, dass die Membran auf keinen Fall austrocknen darf. Dies beschädigt ihre Beschaffenheit und kann Probleme beim künftigen Betrieb und Filterung geben.

Bitte achten Sie darauf, dass das Osmosewasser nicht unverschnitten verwendet wird. Es muss unbedingt mit normalem Leitungswasser gemischt werden, um die richtigen Wasserwerte herzustellen.

Verschleiss

Der Aktivkohlefilter und die Membran im Inneren der Osmoseanlage sind Verschleißteile, die Sie nach 3-8 Monaten ersetzen sollten. Dabei spielt die Nutzung eine entscheidende Rolle. Wird häufiger Osmosewasser erzeugt, ist der Verschleiß höher. Wenn Sie auf die Kosten achten, sollten Sie deshalb diesen Punkt in Ihre Kalkulation mit einrechnen.

Fazit

Logo Sehr gut
August 2019
Dennerle Osmose Professional 190 Bewertung: 9/10 Punkten
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Einfache Bedienung
  • Herstellung von Osmosewasser schnell
  • Bis zu 95 % Reinheitsgehalt
  • Praktisches Spülventil
  • Stabiler Anschluss im Lieferumfang enthalten
  • Hoher Wasserverbrauch
  • Regelmäßiger Wechsel von Kohle- und Feinfilter

Dennerle hat mit der Osmose Compact 130 eine sehr gute Osmoseanlage im Angebot, die sich für mittlere Aquarien am besten eignet. Wenn Sie mehr Wasser benötigen, sollten Sie sich die Dennerle Osmose Professional 190 genauer anschauen. Für knapp 55 € bekommen Sie eine hochwertige Anlage, die mit ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis absolut überzeugen kann.

Was uns ebenfalls gefällt, ist die praktische Spülfunktion und die einfache Wandanbringung. Lediglich die Kosten fallen etwas negativ ins Gewichtig, da die Anschaffung zwar günstig ist, aber Folgekosten aufgrund des Verschleiß auftreten. Das betrifft grundsätzlich alle Osmoseanlagen, Sie sollten jedoch den Punkt im Hinterkopf behalten.

Alternativen
Test Dennerle Osmose Professional 190
13. August 2019

Große und hochwertige Anlage für die Erzeugung von bis zu 190 Liter reinem Osmosewasser. Die gute Verarbeitung und der günstige Preis machen das Produkt besonders interessant.

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